Damien Queally von Plan International über die Stärkung junger Menschen für nachhaltigen Wandel

Damien Queally von Plan International über die Stärkung junger Menschen für nachhaltigen Wandel

In this Youth Month special, Plan International’s Chief Programme Officer Damien Queally joins youth host Ciara O’Brien to unpack what truly locally led, gender-responsive programming looks like—especially where climate shocks meet the gebaute Umwelt.

Schalten Sie ab dem 4. November in diesen Plan International Podcast ein.

„Wer junge Stimmen nicht einbezieht, trifft Entscheidungen mit geschlossenen Augen.“

Plan International Podcast-Cover
Plan International Podcast-Cover

From safe, climate-resilient schools and health centres to inclusive streets, water systems, and shelters that protect girls, Damien makes the case for community-owned solutions that put young people—particularly girls—at the centre of how we Design, regieren und erhalten die Orte, an denen wir leben.

Hören Sie Damien Queally, Chief Programmes Officer von Plan International, und Ciara O'Brien, Global Young Influencer von Plan International. Nutzen Sie den Player oben oder Ihre bevorzugte Podcast-App.

They discuss their work with Plan International, a global organisation focused on improving the lives of girls and women in the developing world in a sustainable and equitable way. Their conversation focuses around their approach to this work, youth leadership within the organisation, and current affairs.  

Damien Queally Plan International
Damien Queally Plan International

“We shouldn’t be in a community for 30 or 40 years—our job is to help build self-reliance and shift ownership locally.”

As Plan International focuses on International Day of the Girl 2025, we dive into the campaign in more detail. The launch of the Weltmädchenbericht 2025 hat in der internationalen Gemeinschaft für Aufsehen gesorgt. Damien und Ciara beleuchten die Details der Forschung und ihre globalen Auswirkungen. 

Angesichts des Abbaus von Rechten und des weltweiten Aufstiegs von Menschenrechtsgruppen wird die Rolle internationaler Institutionen immer häufiger infrage gestellt. Wir beleuchten daher ausgewogen die Vor- und Nachteile der Übertragung von Aufgaben im Bereich der sozialen Gerechtigkeit an internationale Organisationen. Wir untersuchen, welche Rolle Organisationen wie Plan International bei der Bewältigung globaler Herausforderungen wie der Geschlechtergleichstellung spielen können. 

Ciara und Damien mit Bassant, dem Leiter der globalen Kampagnen von Plan International.
Ciara und Damien mit Bassant, dem Leiter der globalen Kampagnen von Plan International.

Warum Sie diesen Plan International-Podcast hören sollten

• Echte lokale Führung: 98.5 % der Mitarbeiter von Plan stammen aus den Ländern, in denen sie arbeiten. Dadurch wird die Macht an Menschen verlagert, die die Kultur, die Risiken und die klimatischen Gegebenheiten verstehen.

• Die Jugend am Verhandlungstisch (nicht im Nebenraum): Junge Menschen haben heute Stimmrechte in der Mitgliederversammlung von Plan und sitzen in Lenkungsausschüssen für große globale Projekte.

• Gender- und Klimaperspektive in der Praxis: Von Menstruationswürde in Notfällen bis hin zu finanzieller Unterstützung und psychosozialer Betreuung werden Programme gemeinsam mit den Gemeinden entwickelt, um den sich verstärkenden Klimaschocks standzuhalten.

• Ending child marriage: Clear-eyed insights on laws vs. implementation, harmful norms, economic drivers—and how education and girls’ economic opportunities shift outcomes, even as climate stress heightens risks.

„In einer Zeit, die von Dürren, Überschwemmungen, Vertreibung und Hunger geprägt ist, sind gemeinschaftlich entwickelte Lösungen unabdingbar.“

Plan International Plan Mali
Plan International Plan Mali

Plan International im Fokus: Gebaute Umwelt

• Sichere, widerstandsfähige Schulen: Erhöhte, gut belüftete Klassenzimmer; geschlechtergerechte Sanitäranlagen; Schulwege, die unter Berücksichtigung der Sicherheit von Mädchen gestaltet wurden.

• Inclusive public spaces: Lighting, transport, and facilities co-designed with young people so girls can access services and livelihoods.

• Climate-smart basics: Rainwater harvesting, flood-resilient health posts, and shelters that account for privacy, period products, and protection risks.

• Jugendliche als Mitgestalter: Partizipative Kartierung und Budgetierung, damit lokale Pläne die gelebte Erfahrung widerspiegeln – und nicht Annahmen.

Was wir abdecken

• Die Programm-DNA von Plan: Frühkindliche Entwicklung, Bildung, Schutz vor Gewalt, sexuelle und reproduktive Gesundheit und Rechte, Existenzsicherung und wirtschaftliche Stärkung der Jugend – plus LEAD, der rote Faden der Jugendbeteiligung, der sich durch alles zieht.

• Nachhaltige Lokalisierung: Echte Partnerschaften, Kompetenztransfer und Vermeidung langfristiger Abhängigkeit durch Stärkung der lokalen Zivilgesellschaft und der Rechenschaftspflicht der Regierung.

• Realitätscheck zum Klimawandel: Wie Dürren, Überschwemmungen, Hunger und Vertreibung die Bedürfnisse verändern – und warum Solidarität „im In- und Ausland“ kein Entweder/Oder ist.

• Vom Alibi-Engagement zur Macht: Wie Jugendsitze mit Stimmrecht und regelmäßiger Beteiligung an Strategie- und Programmgestaltung Entscheidungen – und Ergebnisse – verändern.

• Child marriage now: Prevalence, the “choice” that isn’t, early pregnancy risks, mental health impacts, and community strategies that keep girls in school and expand futures.

• Mikrozuschüsse, die Bewegungen auslösen: Einblicke in von Jugendlichen geleitete Accelerator-Programme und Mikrozuschüsse, die kleine Finanzmittel mit praktischen Budgetierungs- und Umsetzungskompetenzen verbinden.

• Den Lärm durchdringen: Desinformation mit einfacher Sprache und menschlichen Geschichten bekämpfen, nicht mit Fachjargon.

Screenshot vom Aufnahmepodcast
Screenshot vom Aufnahmepodcast

Das Team

Damien Queally

Als globaler Direktor für Programme und operative Angelegenheiten strebt Damien danach, Plan International durch die Durchführung qualitativ hochwertiger Programme zur weltweit führenden Organisation für Mädchenrechte zu machen.

Damien Queallhy, Plan International

Damien Queallhy, Plan International

Sein Fokus liegt darauf, auf den bisherigen Erfahrungen der Organisation aufzubauen und sicherzustellen, dass die Organisation auf allen Ebenen über die notwendigen Erkenntnisse und Informationen verfügt, um rechtzeitig und gezielt Maßnahmen zur Förderung unserer Mission ergreifen zu können.

In seiner Funktion ist Damien bestrebt, einen stärker geschlechtersensiblen Ansatz im Katastrophenrisikomanagement weiter zu fördern und umzusetzen und gleichzeitig das Doppelmandat von Plan International in der Entwicklungszusammenarbeit und der humanitären Hilfe zu stärken – und damit unsere Vision zu verwirklichen, die erste Anlaufstelle für Mädchen in Krisensituationen zu sein.  


Ciara O'Brien

Ciara O’Brien is a Philosophy, Political Science, Economics and Sociology student from Ireland. Outside of university, Ciara advocates for issues surrounding gender equality, education, and mental health. They bring a compassionate and pragmatic mindset to their work, and ensure that intersectionality is at the heart of everything that they do.

Ciara O'Brien

Ciara O'Brien

This unique approach has been curated by working with diverse organisations on diverse causes including forced displacement, environmental sustainability and disability inclusion. Ciara’s main work has been with Plan International. Initially joining the organisation at age 17, they have continued to work for Plan throughout their later teenage years.

They have represented Plan at the UN Headquarters in Geneva, the EU Parliament in Brussels and the Garda (police) Headquarters in Dublin. They currently hold positions as a Youth Advisory Panel member with Plan Ireland, a Global Young Influencer Group member with Plan International and a Marketing and Fundraising Committee member with Plan Ireland. Ultimately, Ciara works to ensure that individuals with both minority and dual identities are represented and respected in their work. 

Die Wahl des Herausgebers:

Ich bin kürzlich auf die wichtige Arbeit eines anderen Online-Magazins aufmerksam geworden. Schauen Sie sich unbedingt die Artikelserie des Online-Magazins Routed zum Thema Migration und Mobilität an. Sie befasst sich mit … Diasporas prägen die Bereiche Gesundheit und Wohlbefinden, Klimaschutz sowie die Stärkung von Frauen und Jugendlichen; erzählt in 12 Artikeln und 1 Film

Abschrift

Dies ist digital generiert und kann Fehler enthalten.

[00:00:00] Speaker A: This is Constructive Voices. Constructive Voices, the podcast for the Baugewerbe Menschen mit Neuigkeiten, Ansichten und Experten-Interviews.

[00:00:11] Jackie De Burca: Hi, this is Jackie D Burca here for Constructive Voices. I’m absolutely thrilled to say that this month is Youth Month at Constructive Voices and this has been led by the amazing Keira o’ Brien, who’s a very gifted youth volunteer here at Constructive Voices and she’s going to do a series of four podcasts during the this month, all of them about different subjects that it’s all interrelated to do with organisations and work being done by younger people or medical people. There’s everything is interconnected regarding our society and the work that’s been done today by young people. So the very first interview that we have with Ciara with Damien Queally, who’s the Chief Program Officer at Plan International, Damien, shows how locally led programs, through a strong gender lens and real youth decision making can drive last sustainable change and why right now, in an era of droughts, floods, displacement, hunger, climate resilient, community owned solutions are non negotiable. And now over to you, Ciara.

[00:01:17] Sprecher A: Dies ist Constructive Voices.

[00:01:19] Ciara O'Brien: Ich bin Ciara, ich bin Jugendaktivistin bei Plan International und heute bin ich hier mit Damien, dem Chief Programs Officer von Plan International.

Damien, es ist schön, heute mit dir zu sprechen. Würdest du dich bitte vorstellen?

[00:01:34] Damien Queally: Klar. Hallo Ciara. Ja. Mein Name ist Damien Queally und ich bin der Programmleiter von Plan International.

Ich arbeite schon seit vielen Jahren für Plan, in Länderbüros, Regionalbüros und nationalen Organisationen, und bin jetzt im globalen Zentrum tätig, wo ich eine breit angelegte Abteilung leite, die mit unserer Programmarbeit zusammenhängt.

[00:01:52] Ciara O'Brien: Fantastisch. Könnten Sie dann bitte erklären, wie die Programme von Plan International aussehen, für Leute, die noch nie von der Organisation gehört haben?

[00:01:59] Damien Queally: Ja, klar. Natürlich variieren die Anforderungen je nach Kontext, zum Beispiel, ob man im Südsudan in Gebieten mit Ernährungsunsicherheit arbeitet oder in Togo an Entwicklungsinitiativen. Jedes Programm hat einen kontextbezogenen Aspekt, aber wir konzentrieren uns auf thematische Schwerpunkte: frühkindliche Entwicklung, Bildung, Schutz vor Gewalt, sexuelle und reproduktive Gesundheit und Rechte.

Also livelihoods and youth economic empowerment. And of course then we have a theme called lead, which is our youth engagement, youth participation that cuts across all the different areas that we work in. Then in humanitarian context we also of course draw on those particular areas, but we have other nuances based on food security. So we could be doing food distributions, non food item distributions, cash and voucher related programs, mental health, psychosocial support.

Es betrachtet also den gesamten Lebenszyklus eines Kindes und eines Mädchens und wie man sicherstellt, dass man einige der wichtigsten Herausforderungen angeht, mit denen die Programmteilnehmer konfrontiert sind, sei es in den frühen Lebensphasen oder im Bereich der wirtschaftlichen Chancen, und versucht, die Programme so zu kontextualisieren, dass sie den spezifischen Bedürfnissen der Gemeinschaften, in denen wir arbeiten, gerecht werden.

[00:03:16] Ciara O'Brien: Ja, definitiv. Ich weiß, dass wir in Irland Kampagnen gegen Menstruationsarmut und ähnliches durchgeführt haben. Und global gesehen geht es eher um Kinderehen. Es ist also ein sehr breites Thema, aber im Allgemeinen, wenn man die Geschlechterperspektive betrachtet, kann man das wohl so sagen.

[00:03:28] Damien Queally: Ja, absolut. Und natürlich wissen wir auch, wie Sie bereits die Menstruationsarmut erwähnten – ein zentrales Thema, das wir insbesondere in unserer humanitären Arbeit berücksichtigen, wenn wir Hilfsgüter an Vertriebene und Flüchtlinge verteilen –, dass neben Non-Food-Artikeln und Hygieneartikeln auch Menstruationshygieneprodukte enthalten sein müssen, da diese oft übersehen werden. Daher ist es meiner Meinung nach unerlässlich, in all unseren Aktivitäten die Geschlechterperspektive stark zu berücksichtigen. Andernfalls laufen wir Gefahr, lediglich eine allgemeine Maßnahme zu ergreifen und die spezifischen Bedürfnisse verschiedener Geschlechter oder Identitäten innerhalb dieser Gruppen zu vernachlässigen.

[00:04:05] Ciara O'Brien: Ja, definitiv. Wir konzentrieren uns also auf die Geschlechterperspektive, die intersektionale Perspektive. Gibt es noch andere Ansätze, die Sie bei der Programmplanung berücksichtigen?

[00:04:15] Damien Queally: Yeah, I think one of the key parts is that we want to do it with communities and with the program participants that we’re serving and with local actors as well. Like people will have heard of the localization agenda and that needs to be really driving everything we do. And of course that means different things in different parts of the organization. But when it comes to programming, it’s about ensuring that we are designing the programs with those who are participating in those programs. That it’s not me sitting in the global hub saying, oh, let’s do this program in this community in Togo, when actually that may be not what the community in Togo wants at all.

Wir müssen also unbedingt Demut in unsere Arbeit einbringen. Und obwohl wir je nach unserer Rolle über unterschiedliche Fachkenntnisse verfügen, geht es darum sicherzustellen, dass die Stimmen der Gemeinschaften, der Jugendlichen, der Kinder und Mädchen, mit denen wir arbeiten, ihre konkreten Bedürfnisse zu einem bestimmten Zeitpunkt deutlich machen und dass wir am besten mit ihnen und lokalen Akteuren zusammenarbeiten können, um diese Bedürfnisse zu erfüllen und die Chancen zu schaffen, von denen diese Gemeinschaften profitieren möchten.

[00:05:18] Ciara O'Brien: Ja, ich denke, viele Menschen werden erleichtert sein, diesen kooperativeren Ansatz zu sehen.

It can be a negative perception of humanitarian aid, that it’s this kind of white savior idea or this swooping in at the last minute. But it’s nice to hear the kind of cooperative lens, but also then with the cooperation, it needs to be focused then on global cooperation and global initiatives. And I’m thinking about sustainability more specifically. So how is sustainability approached in your work?

[00:05:48] Damien Queally: Ja, das ist ein guter Punkt. Und um nochmal auf das Thema „weißer Retter“ zurückzukommen: Ich denke, das war über viele Jahre hinweg ein wesentlicher Bestandteil der Identität vieler Organisationen.

You know, in clan, I’m actually quite proud that we only have about, I think it’s 1.5% of our staff are international, like we’re 98.5% are local staff from the communities from the countries that we work in. So I think that’s really important because like they understand the context, they understand the dynamics, the culture, they lived realities. And I think it’s really important that they are the ones that are driving and influencing what we do. And that touches on the sustainability piece as well. Because if it is local actors that you’re working with local partners, if it is with national staff from those countries, then they will be able to continue the work even if plan is no longer there. I think also a key part of our sustainability is when we are working with local partners, that it’s a genuine partnership and it’s not us telling them what they need to do, really working with them, addressing the specific needs in whatever community it may be and that we are passing on skill sets that they may need to be more sustainable themselves. Because you know, the funding environment is really tough and competitive and institutional donors have so many rules and compliance requirements that if you’re a small local actor, it’s almost impossible for you to be able to adhere to all of them.

Es geht also darum, welchen Mehrwert wir durch diese Partnerschaften schaffen und wie wir die lokalen Akteure in Bereichen stärken können, in denen sie Unterstützung benötigen, damit sie alternative Finanzierungsquellen erschließen und so ihre Nachhaltigkeit sichern können. Ein weiterer Aspekt dieser Nachhaltigkeit ist, dass die Zusammenarbeit mit lokalen Akteuren und Gemeinschaften sowie mit den jungen Menschen in den Programmen, indem man ihnen Verantwortung überträgt, die Fortführung der Projekte ermöglicht.

Und wissen Sie, wir sollten nicht 30 oder 40 Jahre in einer Gemeinde bleiben, denn dann werden die Gemeinden von uns abhängig, anstatt die nötige Selbstständigkeit zu entwickeln. Aber auch die lokalen und regionalen Regierungen müssen ihre Entwicklungsbedürfnisse selbst in die Hand nehmen und gegenüber den Gemeinden und der Bevölkerung rechenschaftspflichtig sein. Sie arbeiten mit ihnen zusammen. Und ich denke, das sind einige der Schlüsselfaktoren für Nachhaltigkeit: die lokale Eigenverantwortung, die Zusammenarbeit mit lokalen Gebern und der lokalen Regierung sowie die Stärkung der lokalen Zivilgesellschaft, damit diese die Arbeit, zu der wir beigetragen haben, fortsetzen und ausweiten kann.

[00:08:16] Ciara O'Brien: Ja, diese Perspektive, sich mit der Sache zu identifizieren und sich als Aktivist, Fürsprecher oder jemand zu sehen, der die eigene Gemeinschaft verbessert, ist meiner Meinung nach so unglaublich wichtig. Man sieht es oft bei Leuten, die aus solchen Programmen aussteigen, weil sie sich nicht persönlich damit verbunden fühlen oder kein Interesse daran haben. Und es ist toll zu sehen, wie sehr der Fokus darauf liegt, die Menschen mit dem Team zu verbinden. Dadurch erkennen vielleicht manche: „Ich bin eine Führungskraft in dieser sozialen Initiative“ oder „Ich habe die Fähigkeit, ein Projekt in meiner Gemeinde zu leiten.“

Haben Sie einen Rat für jemanden, der eine kleine soziale Initiative plant?

[00:09:01] Damien Queally: Ja. Und dafür haben wir schon viele Beispiele gesehen.

One thing I like about our sponsorship programming is it allows us to stay for a longer period of time in communities and it’s more flexible in terms of adapting to the needs of what the communities are identifying. And we have seen some of the people who have been part of our sponsorship program who are now mayors of their town, they have set up little enterprises and business and they’re hiring people into their business and creating new employment.

Wir haben in unserer Arbeit mit jungen Unternehmern gesehen, wie wir sie in den Bereichen Unternehmensführung, Finanzen und Unternehmertum unterstützt und ihnen Startkapital zur Verfügung gestellt haben, damit sie kleine Unternehmen gründen konnten, die dann expandieren, Arbeitsplätze schaffen und zu Vorbildern für viele in der Gemeinde werden. Wir werden später noch auf Kinderehen und Zwangsheirat eingehen. Aber die Arbeit mit jungen Frauen, denen wir wirtschaftliche Chancen eröffnet haben, zeigt der Gemeinde, dass die Ehe nicht die einzige Option für eine Frau ist. Sie können Unternehmerinnen, Aktivistinnen und Sozialunternehmerinnen werden. Deshalb ist es so wichtig, in ihre Bildung zu investieren und sie in der Schule zu halten.

Aber ich denke, was Ratschläge angeht, so ist es natürlich wichtig, genau zu wissen, welches Problem man lösen oder welches Anliegen man angehen möchte, und dass dies bei einer Gruppe innerhalb der jeweiligen Gemeinschaft oder des jeweiligen Sektors, an dem man arbeiten möchte, Anklang findet.

Ich denke, es geht auch darum, diese Verbündeten mit ins Boot zu holen und sie einzubinden, denn egal, was man tut, es wird immer Skeptiker geben, die dagegen sind. Gerade im Zeitalter der sozialen Medien, wo Desinformation so weit verbreitet ist, ist es wichtig, starke Stimmen an seiner Seite zu haben, um die Chance nicht zu verpassen.

Ich denke, dann sollte man prüfen, ob es Möglichkeiten für ein Mentoring durch andere gibt, die das vielleicht schon einmal gemacht haben, also Menschen, die im Bereich Sozialunternehmen gearbeitet haben.

Wissen Sie, es gibt einige Unternehmen, die bereit wären, sich ehrenamtlich zu engagieren, um in Bereichen zu helfen, in denen jemand diese Unterstützung benötigen könnte, und, wissen Sie, sie einzubinden und, wissen Sie, bei einigen der anspruchsvolleren Aspekte der Gründung des Sozialunternehmens zu helfen und einen Teil der Arbeit zu erledigen und zu sehen, wie wir soziale Medien und digitale Technologien zu Ihrem Vorteil nutzen können.

Ja, ich denke schon. Und dann sollten wir uns andere Sozialunternehmen ansehen, die vielleicht schon existieren, von ihnen lernen und eine Art Praxisgemeinschaft bilden, denn niemand weiß alles. Je mehr wir uns austauschen und engagieren, desto besser, denke ich, und das kann auch die Arbeit kleinerer Unternehmen unterstützen.

Wir haben da eine tolle Initiative in Planung. Ich bin mir nicht sicher, ob Sie schon davon gehört haben. Bestimmt. Es handelt sich um den „Equality Accelerator“. Wir stellen Jugendgruppen kleine Fördermittel zur Verfügung, damit sie Projekte in ihren Gemeinden umsetzen können. Die Projekte werden von den jeweiligen Jugendgruppen vorgeschlagen, von Jugendlichen geprüft und über die Verwendung der Mittel entschieden. Die Regeln sind dabei viel unkomplizierter als bei institutionellen Geldgebern. In den letzten sechs oder sieben Jahren haben wir im Rahmen dieser Initiative über eine Million Euro an Jugendgruppen vergeben. Es gibt also auch solche Möglichkeiten, wenn man sie kennt und weiß, wie man sie nutzen kann.

[00:12:30] Ciara O’Brien: Yeah, I know the Youth Advisory Panel in Ireland, we have little grants, micro grants that we can give out. It’s about €500. But part of that then is focusing on getting the young people to make the budget and make the plan and book the rooms and book the spaces and know how to do that. So it’s upskilling as well as actually running the social initiative too. So it’s nice to see the kind of, I don’t know, getting that value worth out of that donation, I suppose, because you’re both Upskilling people who will make a change in the future. But you’re also making change now, which is nice to see.

Und als einer dieser jungen Menschen, die bei Plan International mitwirken, möchte ich Sie fragen, wie junge Menschen in Entscheidungsprozesse eingebunden werden. Wir haben ja bereits darüber gesprochen, wie junge Menschen sich für Veränderungen einsetzen, eigene soziale Initiativen leiten, ein eigenes Unternehmen gründen oder sich einfach allgemein in ihrer Gemeinde engagieren können. Aber wie genau funktioniert die Einbindung junger Menschen in Entscheidungsprozesse bei Plan International?

[00:13:39] Damien Queally: Ja, das ist eine hervorragende Frage. Und ich denke, wir haben uns in den letzten fünf, sieben Jahren in diesem Bereich weiterentwickelt. Es ist eines der Themen, die uns wirklich sehr am Herzen liegen, und ich denke, wir haben in der Organisation große Fortschritte gemacht, denn früher war das eher symbolisch. Man brachte 15 junge Leute zu unserer größten Sitzung des Leitungsgremiums, und dann gab es eine Art Schatten-Treffen nebenan, bei dem einige ihrer Diskussionen zusammengefasst wurden, und dann flogen alle wieder nach Hause, und das war's. Und ich fand, das war nicht wirklich tiefgründig und bedeutungsvoll. In den letzten Jahren haben wir, allein schon im Hinblick auf unser globales Zentrum, eine Reihe wichtiger Projekte umgesetzt. Diese betreffen unsere Forschungsarbeit, unsere globale Einflussnahme und Interessenvertretung, die Ausweitung unserer humanitären Hilfe, unser Sponsoring der nächsten Generation, die Revitalisierung von Projekten und vieles mehr. In den Lenkungsausschüssen dieser Bereiche sind Jugendvertreter vertreten. Sie sind gleichberechtigte Mitglieder, bringen ihre Gedanken, Ideen und Herausforderungen ein und tragen maßgeblich zur Weiterentwicklung der jeweiligen Projekte bei. Ich denke, das hat sich als äußerst positiv erwiesen. Ich habe selbst erlebt, wie diese Stimmen die weitere Entwicklung der einzelnen Programme beeinflusst haben.

Wir haben außerdem – ich glaube, es war vor zwei Jahren – in der Mitgliederversammlung, unserem höchsten Gremium, erstmals zwei formelle Sitze für Jugendvertreter mit Entscheidungsbefugnis und Stimmrecht eingerichtet. Das war in unserer über 80-jährigen Geschichte ein Novum. Der Vorsitzende dieser Gruppe achtet sehr darauf, diese Stimmen in jeder Sitzung zu hören, ihre Perspektiven zu berücksichtigen und ihre Vorschläge in konkrete Maßnahmen umzusetzen. Vorausgesetzt, die Vorschläge sind handlungsorientiert und werden von der Geschäftsleitung bei der weiteren Vorgehensweise ernsthaft geprüft.

Das Programmkomitee ist ein Unterausschuss des Internationalen Vorstands. Es bezieht auch zwei Mitglieder der Jugendreferenzgruppe in die Diskussionen ein. Und ich weiß, dass die Vorsitzende dieser Gruppe, Rabia, immer sehr darauf bedacht ist, dass wir bei der Präsentation unserer Arbeit die Stimmen junger Menschen einbeziehen, die an dieser Arbeit beteiligt sind, damit sie ihre Erfahrungen darüber teilen können, was gut und was nicht gut funktioniert. Ja, ihre Stimme beeinflusst die Arbeit der Komitees maßgeblich. Und ich habe auch in anderen Länderbüros Jugendbeiräte gesehen. Einige von ihnen nehmen vierteljährlich an den Sitzungen des Managementteams teil.

Einige von ihnen sind an der Strategieentwicklung, der Strategieüberprüfung, der Programmgestaltung und der Projektplanung beteiligt.

Es geschieht also gewissermaßen auf mehreren Ebenen. Aber vielleicht, um auf Sie zurückzukommen, wie Sie sagten, waren Sie ja auch bei Plan Ireland dabei. Wie haben Sie Ihre Arbeit bei Plan Ireland empfunden? Und ich glaube, Sie sind auch Mitglied in einem der Unterausschüsse des Vorstands von Plan Ireland.

[00:16:35] Ciara O'Brien: Ja, ja, ich bin im Marketing- und Fundraising-Ausschuss. Und eine meiner sehr talentierten und klugen Freundinnen ist mit vollem Stimmrecht im Vorstand, was wirklich erfreulich und interessant ist. Es ist schön, dabei zu sein. Aber ich denke, viele werden sich fragen, wenn sie das hören: Warum? Was soll das Ganze? So viel Aufwand, so viele Veränderungen, so viel Zeit, eine Menge Geld – und das, obwohl wir ehrenamtlich tätig sind. Es ist sehr aufwendig, sich für den Kinderschutz weiterzubilden. Was ist also Ihre Antwort auf die Frage: Warum?

[00:17:13] Damien Queally: Ich würde die Frage wahrscheinlich an Sie zurückgeben. Warum tun Sie das?

Aus meiner Sicht denke ich, dass der Grund dafür …

From Plan’s perspective, the why is that if we don’t bring young voices into those spaces, then we’re making decisions that impact those young people without actually really knowing if that’s the right decision. So if you haven’t those young voices coming in, whether it’s into your project design or whether it’s into your country leadership team, or whether it’s into your national organization or board or key projects, if you’re not bringing those voices in, then you’re kind of going, you know, with one eye closed, you know, and like, whilst your intent may be good, it doesn’t necessarily mean you’re responding to something that’s most critical for young people.

And, you know, I do believe that, you know, you shouldn’t do something for someone without Bringing them with you to understand what they actually want from that. So from an organization perspective, I see the huge importance in it. But I guess as somebody who is then on the. Who is that youth voice in the group?

Klingt das plausibel oder warum tust du das? Weil es sehr zeitaufwendig ist und viel Energie kostet.

[00:18:27] Ciara O'Brien: Ja, es waren definitiv einige sehr gute, intensive Tage in den letzten Jahren, und es erfordert viel Vorbereitung, um zu diesen zeitaufwändigen Treffen zu gelangen. Aber ja, ich denke, im Grunde geht es um Demokratie.

Ich denke, meine einfachste Antwort wäre: Es geht um sozialen Wandel, aber dieser Wandel muss alle betreffen. Was du sagst, dass es für dich relevant ist, stimmt absolut. Meiner Erfahrung nach gibt es Menschen, die erst 30 sind, aber sie verstehen es nicht, weil sich die Welt durch soziale Medien und diverse Projekte so rasant verändert. Ich erinnere mich noch gut an mein allererstes Planungstreffen.

Wir erklärten den Organisatoren, was eine Teenagerdisco ist und welche Art von – ja, ihr wisst schon – geschlechtsspezifischen Implikationen und den milderen Formen geschlechtsspezifischer Gewalt es gab, die auf diesen Teenagerdiscos stattfanden, als wir 12 oder 13 waren. Die Organisatoren hatten noch nie davon gehört, weil das alles ganz neu war. Und selbst im aktuellen Kampf gegen Kinderehen, mit all den Social-Media-Elementen dazu, was ich persönlich nie erwartet hätte, ist es unglaublich interessant. Letztendlich geht es aber um Demokratie. Jemand muss kein Experte in Bezug auf die Fachliteratur sein, aber vielleicht ein Experte in Bezug auf Erfahrung. Deshalb ist es so nützlich und so interessant.

[00:19:56] Damien Queally: Ja, das ist ein sehr guter Punkt. Es verändert sich so schnell, und wenn nicht die richtigen Leute in diese Gespräche einbezogen werden, behandelt man etwas, das vielleicht für mich mit 30 ein Problem war, aber für jemanden in diesem Alter oder mit 20 heute völlig anders ist. Und im Zeitalter der sozialen Medien und mit so vielen toxischen Kräften da draußen, die sich massiv gegen Geschlechterrechte, Intersektionalität und alles andere richten.

Wenn man es nicht selbst erlebt hat, wenn man es nur von außen betrachtet, kann man nicht wirklich nachvollziehen, was es bedeutet und wie es sich anfühlt. Deshalb glaube ich, dass die Arbeit, die man leistet, viel wirkungsvoller und bedeutungsvoller wird, wenn man Menschen einbezieht, die das tatsächlich fühlen, erleben und durchleben, weil man dann genau das tut, was die Menschen berührt, die diese Gefühle teilen.

[00:20:45] Ciara O'Brien: Ja. Sie erwähnten kurz den Abbau von Rechten. Ich denke, die Rolle internationaler Institutionen, ja sogar deren Existenz, wird angesichts des Abbaus von Rechten und des weltweiten Aufstiegs von Gruppen, die sich gegen Rechte richten, immer häufiger infrage gestellt. Anti-Feministinnen fragen sich: Was bewirken diese Organisationen eigentlich? Sind sie nützlich? Verschwenden sie Geld? Ist es reine Bürokratie? Was sagen Sie also denjenigen im linken wie im rechten politischen Spektrum, die der Rolle internationaler Organisationen skeptisch gegenüberstehen und Wohltätigkeitsorganisationen im Allgemeinen eher ablehnend gegenüberstehen?

[00:21:31] Damien Queally: Ja, es sind Zeiten des Wandels, und wie wir bereits erwähnt haben, kann im digitalen Zeitalter vieles behauptet werden, ohne dass man dafür zur Rechenschaft gezogen wird, egal ob es wahr oder falsch ist. Wir haben in den sozialen Medien so viele Falschmeldungen von politischen Führern aus sehr mächtigen Ländern gesehen, die die Realität infrage stellen.

Und das ist besorgniserregend. Ich glaube aber, dass immer noch eine deutliche Mehrheit erkennt, wie wichtig und zentral globale Solidarität ist und dass sie uns zu Menschen macht. Und wissen Sie, während in vielen Ländern nationalistische Tendenzen zunehmen, und wie Sie sagten, auch fremdenfeindliche Stimmungen und Ähnliches, ist es meiner Meinung nach sehr wichtig, dass Organisationen einfacher kommunizieren, was sie tun, und dabei eine Sprache verwenden, die auch Einzelpersonen anspricht. Gerade in internationalen Nichtregierungsorganisationen (INGOs) verliert man sich manchmal in der Fachsprache und dem Fachjargon. Wenn ich mit meiner Mutter spreche…

[00:22:37] Ciara O'Brien: Wenn ich über internationale Nichtregierungsorganisationen spreche.

[00:22:41] Damien Queally: Exactly. I think if I’m talking to my mum about intersectional property, she’d be kind of going, what do you mean? Or if I talk to my mom about, you know, there are so many people that because of climate change, largely driven by global north, is leading to, you know, more droughts, more floods, more displacements, more hunger. You know, these are real things that are happening in the lives of individuals. And if we have a means to help support those lives and help communities rebuild after a disaster or after flooding or whatever it might be, then, you know, we have a, there’s a humanity within us that should actually really support that and do what we can to help that. Of course, it doesn’t mean we need to forget people at home as well. We have to make sure we have, you know, programs at home that address, you know, vulnerable households and vulnerable individuals and the needs that are there.

Und. Aber für mich ist es kein Entweder-oder. Es ist so, dass wir beides tun müssen, die richtige Balance finden und dann diese Veränderung kommunizieren und die Geschichte erzählen müssen.

Denn wir brauchen komplexe Indikatoren, um unseren Gebern die Wirkung unserer Arbeit zu verdeutlichen. Der Öffentlichkeit müssen wir eine andere Geschichte erzählen. Und ich denke, es ist wichtig, diese realen Schicksale zu zeigen, wie den Horror, den wir in Gaza erleben – einfach unfassbar. Es gibt so viele Länder mit so vielen Herausforderungen. Haiti, die Banden, die dort die Macht übernehmen, die sexuelle Gewalt, die Vergewaltigung von Kindern, Mädchen und Frauen. Es geht um echte Leben, die darunter leiden. Und wenn jemand etwas beitragen kann, sei es durch Einflussnahme auf die Regierung oder durch die finanzielle Unterstützung lokaler Organisationen und Projekte, die diese Bedürfnisse adressieren, dann ist das ein zentraler Aspekt der Menschlichkeit. Und diese Solidarität müssen wir unbedingt bewahren.

Denn letztendlich ist es eine Welt und wir sind alle miteinander verbunden.

[00:24:31] Ciara O’Brien: Yeah, definitely. And that connection is so much more prevalent now in recent years. Like you say with, with Gaza, we’re all watching from our phones and we wouldn’t have, wouldn’t have had that in previous conflicts and previous genocides. So it’s vital that we’re not only just seeing what’s happening, but we’re doing something about it, or at least trying to do something about it. And I love to see Plan International specifically have different kind of subgroups that kind of work together to share information and knowledge. So I know some of our technology came from the Plan Canada office. We have a social media program which we share with the PLAN Philippines and the Plan Liberia offices. So that kind of knowledge sharing is so interesting, but it’s also, it’s just so relevant given that we’re using the same Internet that Plan Canada is using. So why would we not share the software?

Ich finde diese Botschaft im Allgemeinen großartig. Und wenn wir über diese globalen Probleme sprechen, so ist das Hauptthema, auf das sich PLAN in diesem Monat, insbesondere im Oktober 2025, konzentriert, die Kinderehe. Das ist das Thema des diesjährigen Weltmädchenberichts. Auch die Kampagne und der Internationale Mädchentag setzen sich dafür ein. Möchten Sie uns mehr darüber erzählen?

Informieren Sie die Öffentlichkeit über das Thema Kinderehe und darüber, wie internationale Organisationen dieses Problem angehen, sodass die Menschen verstehen, was wir tun.

[00:26:05] Damien Queally: Ja, das ist ein enorm wichtiges Thema, und wir beschäftigen uns intensiv damit, insbesondere in unserer Region Asien und auf dem gesamten afrikanischen Kontinent, weil die Prävalenz dort so, so hoch ist.

And you know, I have 14 nieces and nephews. And you know, when I got to be talking to some of my family about this and just saying, you know, if you look at Maureen, one of my nieces, she’s 14, saying if she was in Niger, she could be married now. Yep. And they’re kind of going, what? No, that makes no sense. Like she’s only a child, she’s just started secondary school. And they’re going, yeah, but that’s the case for millions of girls every year. And if we don’t take more urgent action on child and early enforced marriage and union, we will see another 150 million girls married before the age of 18 by 2030.

Das bedeutet, dass das Leben vieler Mädchen völlig aus den Fugen gerät. Und in unserer Studie zeigte sich, dass über ein Viertel der befragten Mädchen, die in einer Partnerschaft, Ehe oder einem ähnlichen Umfeld lebten, keine Wahl hatten.

Das war eine Entscheidung, die in ihrem Namen von ihren Eltern, ihrem Vormund oder wer auch immer getroffen wurde.

And sometimes it’s down to poverty because they don’t see any other option for them. Or sometimes they’re saying, oh, well, you know, she’s a teenager now, if we don’t marry her, she may get pregnant and then nobody want to marry her and she’ll bring shame on the family or. Because as we were saying earlier, if they don’t see any other option for that young woman in society, then they’re saying, well, she’s going to be a wife anyway, so why not just do it now rather than waiting? And, you know, they see that as just kind of culture and social norms. So I think it’s really important that, you know, we’re having those conversations in communities around the importance of allowing girls to stay in school, of those economic opportunity aspects of their rights, you know, because the 15 countries we did the study in, the national laws are all saying child marriage is illegal. But there’s one thing having a law, it’s the implementation of that that is so important.

Es geht darum, sicherzustellen, dass die Umsetzung bis in die kleinsten Gemeinschaften vordringt. Es geht darum, Dorfvorsteher, religiöse Führer, Lehrer, Eltern und die gesamte Gemeinschaft einzubinden, um diese schädliche Praxis aufzudecken. Denn diese Praxis betrifft nicht nur das Leben des Kindes selbst, sondern birgt auch enorme Risiken im Bereich der psychischen Gesundheit, der medizinischen Versorgung, Teenagerschwangerschaften und all der damit verbundenen Gefahren. Viele Mädchen, die in Zwangsehen und -verbindungen gezwungen wurden, berichteten, dass sie im Haushalt kaum Mitspracherecht hatten. Dabei sind sie die Hauptbezugspersonen.

Sie erhalten keinerlei Unterstützung von der Gemeinde, da sie nun als Besitz dieses Mannes betrachtet werden und dieser Mann sich um sie kümmern wird.

Viele von ihnen haben erzählt, wie sie häuslicher Gewalt ausgesetzt waren und keine Möglichkeit hatten, etwas dagegen zu unternehmen. Deshalb ist es mir so wichtig, dass wir in allen Lebensphasen von Kindern und Jugendlichen dafür sorgen, dass sie nicht jung verheiratet werden, dass die Gesellschaft ihr Potenzial, ihre Chancen und ihre Rechte erkennt und dass wir in unseren Bildungs-, Aufklärungs-, Schutz- und Beschäftigungsprogrammen sowie im Jugendaktivismus die Ursachen dieses Problems angehen und es öffentlich ansprechen. Denn ich möchte nicht, dass meine 14-jährige Nichte verheiratet wird. Genauso wenig wie jemand in Niger oder Indien seine 14-jährige Nichte verheiratet sehen möchte.

[00:29:42] Ciara O'Brien: Ja, das ist eine sehr gute Art, es auszudrücken. Manchmal braucht es tatsächlich den Hinweis auf ein Kind in der Nähe, um die Empathie der Menschen zu wecken.

Und manchmal fehlt es auch etwas an Empathie. Und das sagen Sie dann auch. Weil es so ist.

Ein relativ großer Anteil der Mädchen gibt an, bei dieser Entscheidung mitbestimmen zu können. Aber wenn man genauer darüber nachdenkt, könnte das durchaus stimmen. Besonders interessant fand ich die Aussagen von Mädchen, die erzählten, sie hätten sich bewusst für die Heirat mit ihren Freunden entschieden, damit ihre Eltern sie nicht ein Jahr später mit jemand anderem verheiraten würden. Oder sie hatten einen Freund und wurden dann von ihren Eltern zur Heirat gezwungen, weil eine solche unverbindliche Beziehung als so beschämend galt. Ich denke dann aber auch an mich selbst mit 14 oder 15 zurück und daran, wie es gewesen wäre, den ersten Menschen zu heiraten, mit dem man ausgeht. Realistisch betrachtet, ja, ich habe mich damals bewusst für diese Beziehungen entschieden, bin aber sehr froh, dass ich nicht mit ihnen verheiratet bin. Es geht also um dieses Mitgefühl: Sie mögen zwar sagen, es sei eine freie Entscheidung gewesen, aber das heißt nicht, dass es tatsächlich eine freie Wahl war. Das heißt nicht, dass sie sich unabhängig von diesen Umständen so entschieden hätten.

Der Bericht ist sehr interessant zu lesen, und ich werde ihn in der Beschreibung des Podcasts verlinken, damit die Leute ihn selbst lesen können.

[00:31:07] Damien Queally: Ich denke, Sie haben Recht, wenn Sie sagen, dass manche Frauen aus freier Wahl geheiratet haben. Wichtig ist aber auch, dass man mit 15 oder 16 Jahren versteht, was Ehe bedeutet, welche Konsequenzen das hat und wie sich das Leben in diesem Umfeld gestaltet. Ich denke, es gehört auch zu dieser Aufklärung, dass junge Menschen die Risiken einer frühen Schwangerschaft kennen, welche Rechte und Freiheiten sie in einer Ehe haben. Können sie ihre Schulausbildung fortsetzen? Viele haben die Schule nach der Heirat abgebrochen. Sie hatten keine Wahl. Deshalb ist es so wichtig, die Konsequenzen zu verstehen. Wir müssen uns in diesem Bereich stärker engagieren.

[00:31:54] Ciara O'Brien: Ja, absolut. Und etwas Interessantes an dem Bericht war, dass viele der befragten Mädchen tatsächlich geschieden waren. Darüber denkt man normalerweise nicht nach. Man hat wahrscheinlich schon mal von Kinderehen als sozialem Thema gehört, aber über Kinderscheidungen spricht man wirklich kaum. Wirklich kaum.

Selbst wenn sie es sind: Gibt es für sie, ob in informellen oder formellen Partnerschaften, eine Möglichkeit, diese zu beenden? Denn wenn in einem Land Ehen erst ab 18 Jahren rechtsgültig sind, kann man sich mit 17 nicht scheiden lassen.

Ja, so ist es. Es ist wirklich interessant, und der Bericht ist definitiv lesenswert, vor allem wegen der persönlichen Schicksale. Es ist schön, das zu hören. Es ist nicht schön, aber es ist erfrischend, die Mädchen selbst zu Wort kommen zu lassen, anstatt Erzählungen über ihr Leben zu hören, das sie nicht kontrollieren können.

Ja. Gibt es sonst noch eine Nachricht für unsere Hörer, bevor wir unseren heutigen Podcast beenden?

[00:32:54] Damien Queally: Ich glaube.

Ich denke, es ist wirklich wichtig, dass wir alle unsere Stimme zum Guten einsetzen und dass wir im Zeitalter der sozialen Medien und der Desinformation alles, was wir sehen und lesen, hinterfragen und so viel wie möglich faktenchecken müssen. Wir dürfen dabei unsere Menschlichkeit und globale Solidarität nicht verlieren, denn das macht uns menschlich und die Welt zu einem besseren Ort. Schritt für Schritt.

[00:33:22] Ciara O'Brien: Ja, dem stimme ich absolut zu. Ich denke, Empathie und Neugier sind der richtige Weg, und das erfordert Zusammenarbeit.

[00:33:29] Damien Queally: Ja, absolut.

[00:33:30] Ciara O'Brien: Okay. Vielen, vielen Dank, dass Sie heute bei uns sind.

[00:33:34] Damien Queally: Danke, Kira. Es war toll, mit dir zu sprechen.

[00:33:36] Sprecher A: Das sind konstruktive Stimmen.

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